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Heute: Mai 18, 2012
Geschichte
Die geschichtliche Zusammenfassung beginnt mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchehrenbach im Jahr 1878. Diese Darstellung beinhaltet Zahlen und Daten der verschiedenen Jahre sowie größere und wichtige Ereignisse für die Feuerwehr Kirchehrenbach bis einschließlich des Jahres 2006.
Bereits im Herbst 1844 wird eine erste „Feuerlöschmaschine“ durch die Gemeinde angeschafft und ein Spritzenhaus (Bahnhofstraße/Brunnengasse) erbaut. Im Jahr 1849 wird in Kirchehrenbach die erste Feuerlöschordnung erlassen.
Zu den Feuerlöschrequisiten im Jahre 1857 zählen: eine Feuerlöschmaschine, zwei Handlöschspritzen, vier Feuerleitern, vier Feuerhaken und zwei Feuereimer (eine geringe Anzahl, aber jedes Anwesen verfügte aber über solche Behältnisse und im Ernstfall kamen so ca. 300 Löscheimer zusammen).
Größere Einsätze seit 1980 Ehemalige Fahrzeuge
Redaktion: Sebastian Müller, Pressesprecher
Quellen: Archiv der Feuerwehr Kirchehrenbach sowie die privaten Sammlungen von Rita Gebhardt und Georg Müller.
Auszüge aus der Festschrift zum Kreisfeuerwehrtag mit Fahnenweihe im Juni 1995 / 150 Jahre organisierter Brandschutz in Kirchehrenbach von Georg Knörlein.
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1878
Am 3. März gründen junge Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren einen Verein der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Verzeichnis der nicht politischen Vereine in der Gemeinde Kirchehrenbach führt damals als Vereinszweck an: Ausbildung der Mitglieder im Feuerlöschdienst, um bei ausbrechenden Bränden mit Erfolg löschen zu können. Erster Kommandant ist David Heinlein (Haus Nr. 109), erster Vorstand Konrad Postler (Haus Nr. 9).
1886
Der FF Kirchehrenbach gehören 66 Mitglieder an, während die ebenfalls noch bestehende Pflichtfeuerwehr 110 Mitglieder hat. Während die Freiwilligen Feuerwehrleute uniformiert sind, tragen die Angehörigen der Pflichtfeuerwehr die vorgeschriebenen Armbinden.
1893
Inspektion durch Vertreter des königlichen Bezirksamtes Forchheim und Herrn Inspektor Strian zum 15-jährigen Stiftungsfest, das im Vereinslokal Sponsel, dem Gasthaus zum schwarzen Adler gefeiert wird. Das Forchheimer Tagblatt berichtete ausführlich über diese Feier.
1895
Älteste Aufnahme von Feuerwehrmitgliedern aus dem Jahre 1895, anlässlich des 25-jährigen Gedenkfestes des Krieges
von 1870/71.

1898
Aus Anlass des 20-jährigen Bestehen der FF Kirchehrenbach wird David Heinlein zum Ehrenkommandanten ernannt.
Georg Sailer, Heinrich Hofmann und Heinrich Sponsel wird der Status eines Ehrenmitgliedes verliehen.
1901
Am 29. Juli wird durch die Firma Paul Ludwig, Bayreuth, eine zweite Löschmaschine mit Saugvorrichtung an die FF Kirchehrenbach ausgeliefert. Bisher stand lediglich eine vierrädrige, nicht abprotzbare Druckspritze ohne Saugwerk zur Verfügung.
1902
Bauvollendung des Feuerwehrhauses an der Straße nach Wiesenthau (Hauptstraße 8). Nach Vollendung des neuen Feuerspritzenhauses sind Brunnen- und Feuerleiterhäuschen (Bahnhofstraße/Brunnengasse) funktionslos geworden und werden abgebrochen. Dies hindert aber die Einheimischen bis heute nicht, die Örtlichkeit um den Brunnen in der Bahnhofstraße noch immer als Brunnenhäuschen zu bezeichnen.
1904
Im Mai werden im Kreis-Amtsblatt von Oberfranken die Namen von 19 Kirchehrenbacher Feuerwehrangehörigen veröffentlicht, die für 25-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet wurden.
1913
Die Freiwillige Feuerwehr Kirchehrenbach vor dem 1. Weltkrieg.

1918
Am 10. Dezember bricht um 12.30 Uhr in der Scheune des Landwirtes Karl Pieger (Hauptstraße 28) Feuer aus. Durch tatkräftiges Zusammenarbeiten der Bevölkerung mit der Feuerwehr kann es auf seinen Herd beschränkt und weiteres Unglück vermieden werden. Die enge Bebauung im Ortskern hätte sich verheerend auswirken können.
1921
Durch die in Gemeinschaftsarbeit erbaute Wasserleitung wird auch der Brandschutz entscheidend verbessert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Löschwasserversorgung durch den Ehrenbach, zwei Löschweiher und 26 Brunnen im Ort gesichert.
1924
Am 8. Januar bricht um 18.15 Uhr in der Scheune (Heugasse 9), die dem Sternwirt Adam Lochner gehört, Feuer aus. Das Gebäude brennt vollständig nieder.
1935
Die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehr erreicht ihren vorzeitigen Höchststand mit 154 Männern.
1937
Keine Einträge ins Kassenbuch von 1937-1948. Den Vermerken im Mitgliederbuch zufolge fordert der 2. Weltkrieg unter den Wehrmännern ein besonders hohes Blutopfer. In Kirchehrenbach stellen Jugendliche, Frauen und ältere Männer – im Rahmen des Möglichen – den Brandschutz sicher.
1945
Glücklicherweise bleibt Kirchehrenbach beim Rückzug der Deutschen Wehrmacht und dem Einmarsch der US-Armee am 15. April von einem Brandunglück verschont. Nach Kriegsende wird zwar eine Übung für die Pflichtfeuerwehr angesetzt, aber in der Nachkriegszeit gibt es Wichtigeres, was die Menschen bewegt.
1948
Im Dezember trifft die neue Tragkraftspritze (TS) 8 ein. Mit Anhänger kostet sie 4.000 DM und wird von der Firma Humboldt-Deutz in Köln geliefert.
1949
In diesem Jahr beginnen auch wieder die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr Kirchehrenbach. Die Betriebsübergabe des neuen Löschgerätes findet am 10. Februar statt.
Am 21. Februar wird der Wagen der Feuerspritze (von 1844) öffentlich versteigert, denn man braucht Platz im Feuerwehrhaus an der Hauptstraße. Für den 6. April wird schließlich die erste Nachkriegsübung der Freiwilligen Feuerwehr angesetzt.
1953
Ohne eine größere Feier lässt man das 75-jährige Jubiläum verstreichen.
1958
Das 80-jährige Gründungsfest wird am 29. Juni beim Vereinswirt Sponsel gefeiert.
1961
Die ersten Leistungsabzeichen werden erworben.
1962
Am 13. Mai erfolgt die Weihe der neuen Tragkraftspritze (TS) 8 mit VW-Motor und des Schlauchtrockenturms am Spritzenhaus, der die bisherigen Schlauchmasten ablöst.
1963
Die FF Kirchehrenbach begeht bei einem Mitgliederstand von 74 Personen ihr 85-jähriges Bestehen; gleichzeitig richtet man das 88. Kreisfeuerwehrfest aus.
Die Veteranen der Freiwilligen Feuerwehr von links:
Heinrich Postler, Johann Albert, Hans Welsch und Franz Schütz.
Löschgruppe vollzählig zur Leistungsprüfung angetreten.
von links: Konrad Gebhardt, Nikolaus Gebhardt, Heinrich Hofmann, Hans Hofmann, Heinrich Lochner, Georg Gebhardt,
Georg Gebhardt („Götzi“), Gabriel Dötzer, Konrad Roppelt. Das Bild entstand an der Brücke über den Ehrenbach in der Öberköhrstraße.
Der ZB-Standort Kirchehrenbach (ziviler Bevölkerungsschutz, später Katastrophenschutz) erhält ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS. Das Fahrzeug wird in der Maschinenhalle (Leutenbacher/Öberköhrstraße) untergestellt, bevor es 1966 im neuen Gerätehaus Platz findet.
1966
Ein neues Feuerwehrhaus wird gebaut. Das mit einem Kostenaufwand von 200.000 DM erbaute jetzige Gerätehaus am Ortsausgang nach Leutenbach (Leutenbacher Straße) erfährt seine kirchliche Weihe. Neben Schulungsräumen im Erdgeschoss weist der damals modernste Bau im Landkreis Forchheim eine Hausmeisterwohnung im Obergeschoss auf. Zum Gebäudekomplex gehören außerdem eine Fahrzeughalle und ein Schlauchtrockenturm.
Genutzt wird die Anlage gemeinsam von der Feuerwehr und dem Ortsverband des Technischen Hilfswerkes.
Das Bild entstand im Winter 1981/1982.
1967
Ein Jahr später steht bei der FF schon wieder ein festliches Ereignis an. Für 2.170 DM hat die Firma Koch in Coburg eine Fahne geliefert, deren Weihe feierlich vollzogen wird. Das ganze geschieht im Rahmen der vorgezogenen 90-Jahr-Feier. Eine aus diesem Anlass erstmals herausgegebene Festschrift bessert die Vereinskasse erheblich auf.
1969
Die FF Kirchehrenbach erhält ein neues Fahrzeug. Anlässlich der Übergabe des Löschgruppenfahrzeugs (LF) 8 wird von der Lieferfirma Paul Ludwig (Bayreuth) eine einmalige Zuwendung gegeben. Der Musikverein umrahmt die feierliche Weihe.
70er Jahre
Im Ortskern von Kirchehrenbach (Leutenbacher/Pfarrstraße) findet eine groß angelegte Einsatzübung statt. Das genaue Datum konnte leider noch nicht ermittelt werden.

1977
Die Wehr feiert ihr 100-jähriges Bestehen.
Im Jubeljahr, vorne (sitzend) in der Mitte der 1. Vorsitzende und Bürgermeister Heinrich Hofmann.
In der Jahreshauptversammlung wird Georg Müller zum neuen 1. Kommandanten gewählt, sein Stellvertreter wird Johann Gebhardt.
1978
Am 8. Januar wird eine Jugendgruppe gegründet. Jürgen Lukoschek, Wolfgang Bartosch, Harald Pirmer, Peter Küffner, Gerhard Riedel, Reinhold Lochner, Reinhold Postler, Herbert Gebhardt sind die ersten Mitglieder.
1980
In der Jahreshauptversammlung berichtet Kommandant Georg Müller von insgesamt sieben Neuaufnahmen und den abgehaltenen Lehrgängen und Prüfungen.
Die Scheune des Anwesens Bütterich (Am Ehrenbach 2) wird am 16. Dezember ein Raub der Flammen.
1981
Die Feuerwehr wird am 8. August zu einem Zimmerbrand ins Anwesen Gebhardt (Ehrenbürgstraße 2) gerufen. Eine weitere Ausbreitung kann durch ein schnelles Eingreifen verhindert werden.
Elf Tage später (19. August) wird ein Stallbrand in der Heugasse unter Kontrolle gebracht. I
hren hohen Leistungsstand und die gute Ausbildung konnte die FF Kirchehrenbach wiederum unter Beweis stellen, als die Jugendgruppe unter zweiten Kommandanten Johann Gebhardt das Leistungsabzeichen in der Stufe I (Bronze) ablegte. Erfreut über das Leistungsniveau zeigten sich die Prüfer Kreisbrandinspektor Gügel und die Kreisbrandmeister Dorsch und Arneth.
Die Feuerwehr schafft sich aus eigenen Mitteln ein Schaumlöschgerät an, das anlässlich eines „Tages der offenen Tür“ in der Feuerschutzwoche der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Feuerwehr erreicht eine Löschgruppe das Leistungsabzeichen Rot-Gold (höchste Stufe der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“).
Die erste Rot-Gold-Gruppe mit Kommandant Georg Müller (links) und Stellvertreter Johann Gebhardt (rechts): Nikolaus Gebhardt,
Gabriel Dötzer, Heinrich Gebhardt, Erhard Amon, Konrad Gebhardt, Matthäus Gebhardt, Heinrich Lochner, Baptist Bütterich (von links).
Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 wird mit einem Funkgerät (4m-Band) ausgestattet.
Der FF gehören 180 aktive und passive Mitglieder an.
1982
Das neue Bayerische Feuerwehrgesetz (BayFwG) bedingt eine Satzungsänderung. Es gilt künftig zu unterscheiden zwischen dem Feuerwehrverein und der Feuerwehr als gemeindlicher Einrichtung.
Am 10. Oktober wird unter dem Motto der diesjährigen Brandschutzwoche: „Die Feuerwehr braucht auch deine Hilfe“ eine Einsatzübung am Aussiedlerhof Lochner abgehalten.
Bei der Jahreshauptversammlung berichtet Kommandant Müller von insgesamt drei Einsätzen: am 13. Mai ein Pkw-Brand bei der Firma Hofmann (Werkstatt), am 2. Juni ein schwerer Verkehrsunfall (zwei Tote) und am 24. Juli ein Brandeinsatz in Pretzfeld.
Zum 11. Dezember hat die FF Kirchehrenbach 63 aktive Feuerwehrmänner.
1983
Es finden im gesamten Jahr 120 Ausbildungs- und Übungstermine statt. Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 wird mit vier Atemschutzgeräten ausgerüstet.
Der Katastrophenschutz Kirchehrenbach feiert am 25. September sein 20-jähriges Bestehen und erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 TS. Nach einem Festgottesdienst am Feuerwehrgerätehaus erfährt es durch Pfarrer Richard Schmitt seine kirchliche Weihe, dies ist eine seiner ersten Amtshandlungen. Der Pfarrer ist erst kürzlich in die Gemeinde Kirchehrenbach versetzt worden.
Das neue Fahrzeug wird vorgestellt.
Die Feuerwehr Kirchehrenbach rückt am 20. Oktober zu einem Wohnhausbrand nach Leutenbach aus.
1984
Kommandant Georg Müller wird zum Kreisbrandmeister bestellt.
Landrat Otto Ammon wird im Fränkischen Tag zitiert: „Kirchehrenbach leistet Beispielhaftes…“, Anlass dazu ist ein Ehrungsabend am 7. Februar.
„Ein besonders erfolgreiches Jahr war 1984 im Bezug der Neuaufnahmen in unserer Feuerwehr...“, so Kommandant Müller bei der Jahreshauptversammlung. 13 Jugendliche können als Anwärter aufgenommen werden, 37 Feuerwehrdienstleistende legten eine Leistungsprüfung ab. Die Feuerschutzwoche stand unter dem Motto: „Brandschutz am Arbeitsplatz, hilf ihn mit zu erhalten“. Hierzu wurde wieder ein Tag der offenen Tür veranstaltet.
Die ersten beiden Damen werden Mitglied im Feuerwehrverein: Rita Gebhardt und Doris Müller, die Frauen der beiden Kommandanten.
Die jährliche Kommandanten-Dienstversammlung des Kreisbrandinspektions-Bezirkes Dorsch findet im Pfarrheim Kirchehrenbach statt.

von links: Gemeinderat Bartholomäus Postler, der damalige Kreisbrandinspektor Richard Dorsch und der
damalige Kreisbrandrat Fritz Strian (auch rechtes Bild).
Fritz Strian war von 1973 bis 1985 Kreisbrandrat des Landkreises Forchheim/Ofr. Des weiteren auch Sprecher der oberfränkischen Feuerwehren von 1975 bis 1985. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold und dem Bundesverdienstkreuz. Er engagierte sich vor allem im Katastropheneinsatzstab des Landkreises, dem Ausbau der Atemschutzwerkstatt in Forchheim und dem Aufbau der Funkalarmierung Anfang der siebziger Jahre. Er wurde zum Ehrenkreisbrandrat ernannt und verstarb am 23. November 1996 in seinem Heimatort Kunreuth.
1985
Ein Besuch der Feuerwehrkameraden aus Bernlohe (Landkreis. Roth) am 6. Juli war ein besonderes Ereignis, denn es konnte eine Art Jubiläum gefeiert werden, „25 Jahre freundschaftliche Beziehungen“ zwischen den beiden Wehren.
Einziger Ernstfall ist ein brennender Bagger am 19. November in der Öberköhrstraße. Fünf Mitglieder der Wehr werden wegen Inaktivität als Feuerwehrdienstleistende ausgeschlossen.
Die Fahne des Vereins wird generalüberholt.
1986
13 Feuerwehranwärter legten am 8. November den Jugendwissenstest mit einem sehr guten Ergebnis ab. Im Jahr 1986 unterzogen sich insgesamt 39 Feuerwehrkameraden der Leistungsprüfung in verschiedenen Stufen (10. Mai und 15. November).
Nachfolgendes Foto ist bei der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ am 10. Mai entstanden. Gruppenführer waren Georg Müller, Klaus Bartosch und Georg Götz.

Die Atemschutzgeräte sind noch nicht optimal besetzt. Man wartet auf die Fertigstellung der Atemschutzstrecke in Forchheim, um weitere Mitglieder der Feuerwehr „vor Ort“ ausbilden zu können. Bisher findet der Lehrgang Atemschutzgeräteträger nur an der Staatlichen Feuerwehrschule (Regensburg) statt.
Die Feuerwehr Kirchehrenbach wird zu drei Einsätzen alarmiert: ein Flächenbrand am Bahnhof am 19. März, ein Zimmerbrand am 10. September in Weilersbach und ein weiterer Zimmerbrand am 25. November in Schlaifhausen.
Die Feuerwehrjugend nimmt am Zeltlager und Wettkampf in Greding, Landkreis Roth, teil.
Ein 5 KVA-Notstromaggregat und ein Beleuchtungssatz werden angeschafft und auf dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 verladen. Während einer Überprüfung werden 77 Hydranten im Gemeindegebiet gezählt.
1987
Die Feuerwehr Kirchehrenbach wird zu insgesamt drei Einsätzen gerufen: am 11. April in die Heugasse, dort glühte (vermutlich durch Überspannung) ein (Strom-)Dachständer auf einem Wohnhaus. Am 12. Mai ein Dachstuhlbrand in der Sportplatzstraße und am 23. August ein Scheunenbrand in Leutenbach.
Das 110-jährige Bestehen wird feierlich begangen. Das Festzelt wird im Pfarrgarten aufgestellt. Aus diesem Anlass erscheint ein Abriss der Geschichte des Feuerlöschwesens in Kirchehrenbach von Georg Knörlein. Eine Abordnung von Feuerwehrleuten aus der Partnergemeinde Hassel/Weser knüpft erste Kontakte zur Kirchehrenbacher Wehr.
Die Feuerwehrdienstleistenden im Jubiläumsjahr 1987 im Pfarrgarten.

Die Führungskräfte von links: Werner Trautner (Gruppenführer), Günter Anderl (Gruppenführer), Bernd Gebhard (Gerätewart),
Georg Müller (1. Kommandant), Georg Götz (Gruppenführer), Johann Gebhardt (2. Kommandant),
Klaus Bartosch (Jugendwart) und Konrad Gebhardt (Gruppenführer).
1988
Fränkischer Tag
Neuer Chef für FFW Kirchehrenbach, Hans Gebhardt Nachfolger von Kommandant Georg Müller

Im Rahmen einer Dienstversammlung im Gasthaus Sponsel wählten die Feuerwehrleute Hans Gebhardt zu ihrem neuen 1. Kommandanten, Georg Müller, der dieses Amt bisher innehatte, erklärte aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt. Da Hans Gebhardt bislang Adjudant von Georg Müller war, musste auch dieser Posten neu besetzt werden. Die Versammlung wählte Günter Anderl zum 2. Kommandanten.
Bürgermeister Franz Pleyer verabschiedete zu Beginn Georg Müller nach zehnjähriger Amtszeit und schilderte ihn als einen vorbildlichen Mann, der seine Aufgabe ernst genommen und sich mit aller ihm zur Verfügung stehenden Kraft voll für die Feuerwehr eingesetzt habe.
Unter seiner Führung sei eine Mannschaft mit hervorragenden Ausbildungsstand herangereift. Viele junge Feuerwehrleute habe er zum Dienst verpflichten können und dabei stets darauf geachtet, dass seine Kameraden auch mit der entsprechend benötigten Ausrüstung ausgestattet wurden.
Die Bestellung zum Kreisbrandmeister bestätigte sein großes Können und den Einsatz. Der Gemeinde bleibe an diesem Tag nur Dank zu sagen für das große uneigennützige Engagement zum Wohle der Allgemeinheit. Sie honorierte dies mit der Verleihung des Ehrentellers der Gemeinde Kirchehrenbach. Kreisbrandmeister Georg Müller gab diesen Dank weiter an die vielen Feuerwehrleute, seine Gruppenführer und all die Führungskräfte während der letzten zehn Jahre.
Die Wahl eines Nachfolgers von Georg Müller gestaltete sich anfänglich etwas schwierig, da jeder der vorgeschlagenen Rothelme um die zeitaufwendige, verantwortungsvolle Tätigkeit eines Kommandanten wusste. Schließlich stellte sich jedoch Hans Gebhardt, der bisherige 2. Kommandant zur Verfügung und erhielt ohne Gegenstimme das Vertrauen ausgesprochen. Sein Adjudant wurde Günter Anderl, der ebenfalls seit Jahren zu den eifrigsten Feuerwehrleuten zählt und für dieses Amt die erforderlichen Qualifikationen mitbringt.
In Kirchehrenbach wird eine Truppmann-Ausbildung (Feuerwehr-Grundausbildung) durchgeführt. Für den Aus- und Umbau des Feuerwehrhauses werden 68.000 DM investiert, weitere 22.000 DM stehen für die Innenausstattung zur Verfügung, um der 64 Mann umfassenden Wehr optimale Schulungsräume bereit stellen zu können.
Die Feuerwehr Kirchehrenbach muss einen im Wald tödlich Verunglückten bergen.
Erstmals legen vier Jugendliche aus Kirchehrenbach die Deutsche Jugendleistungsprüfung mit Erfolg ab.
Eine seit längerem andauernde Diskussion um die Alarmierung der Einsatzkräfte endet mit der Anschaffung von 18 Funkmeldeempfängern (sog. Piepser; zur „stillen“ Alarmierung) und vier Handsprechfunkgeräten.
1989
Bei der Generalversammlung stehen Neuwahlen auf der Tagesordnung. 1. Vorsitzender Heinrich Hofmann legt nach 27 Jahren sein Amt nieder, sein Nachfolger wird Stefan Gebhardt.
Am 12. Dezember gerät die Scheune des Anwesens Pieger, Bahnhofstraße 4, in Brand.
Anmerkung: Bei diesem Einsatz bewährten sich die neuen Funkmeldeempfänger (Piepser) bereits kurze Zeit nach ihrer Anschaffung. Die Sirene war defekt, wären also damals keine Piepser vorhanden gewesen, hätte die Feuerwehr Kirchehrenbach nicht alarmiert werden können! Viele Gemeinderäte und auch die Kreisführung der Feuerwehr stellten sich damals gegen diese Anschaffung des Kommandanten Georg Müller: die Feuerwehr Kirchehrenbach sei (mit 64 Aktiven und den beiden Löschfahrzeugen LF 8 und LF 16 TS) zu klein. Außerdem könne nach Meinung von Kreisbrandrat und Landratsamt Forchheim die notwendigen 60 Einsätze im Jahr nicht nachgewiesen werden. Eine Ausrüstung mit Funkmeldeempfängern sei deshalb „völlig überzogen“. Das Gegenteil wurde schnell bewiesen!
Die ersten beiden aktiven Frauen heißen Silvia Knörlein und Jutta Pieger.
1990
Der neu geschaffene Unterrichtsraum erhält am 10. Juni seine kirchliche Weihe. Aus der früheren Hausmeisterwohnung im Obergeschoss sind ein Unterrichtsraum, ein Büro, Sanitärräume sowie eine kleine Teeküche entstanden. Die Feuerwehr unter Kommandant Johann Gebhardt nutzt die Übergabe zu einem „Tag der offenen Tür“.
1991
Der frühere Kommandant, Kreisbrandmeister Georg Müller, wird zum Kreisbrandinspektor (KBI) im Landkreis Forchheim bestellt.
Johann Gebhardt legt sein Amt als Kommandant nieder. Sein Stellvertreter Günter Anderl wird zum neuen 1. Kommandanten gewählt. Hubert Batz wird neuer stellvertretender Kommandant.
Die ersten Feuerwehrfrauen Silvia Knörlein, Jutta Pieger und Monika Pieger legen eine Leistungsprüfung der Stufe I ab.
1992
Die Wehr erhält ein neues Einsatzfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 mit einem 1200-Liter-Wassertank, einem hydraulischen Rettungssatz (Schere und Spreizer) sowie zwei Hebekissen.
Im Rahmen der Fahrzeugweihe am 4./5. Juli demonstrieren Aktive deren Einsatz in einer Schauübung.
In den Folgejahren wurde das Fahrzeug immer wieder den verschiedenen Einsatzbedingungen angepasst, unter anderem ist eine umfangreiche Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung (PKW-Unfälle) vorhanden, außerdem moderne Hohlstrahlrohre für die Brandbekämpfung u. v. m.
Berichterstattung im Fränkischen Tag (24. April): GROSSE FREUDE herrschte bei der Freiwilligen Feuerwehr Kirchehrenbach und in der Gemeinde, denn ein langersehnter Wunsch der Wehrmänner ging in Erfüllung als mit Blaulicht und Martinshorn das neue Einsatzfahrzeug durch den Ort zum Feuerwehrheim fuhr. Dort wurde der Zwölf-Tonner von zahlreichen Interessenten erwartet und bestaunt. Fünf Feuerwehrleute hatten das neue Fahrzeug selbst abgeholt. Der Wagen verfügt über einen 1.200 Liter-Wassertank und ist zusätzlich mit einem technischen Hilfeleistungssatz, bestehend aus Spreizer und Rettungsschere, ausgerüstet. Bürgermeister Franz Pleyer und ein Stellvertreter waren mit von der Partie als das 420.000 DM teure Gefährt eintraf.

Der Gemeinderat nimmt von einem Verkauf des alten Löschgruppenfahrzeuges LF 8 Abstand, das somit weiterhin bei der Feuerwehr Verwendung findet. Der Feuerwehr Kirchehrenbach stehen somit drei Löschgruppenfahrzeuge – ein LF 16/12, ein LF 8 und ein LF 16 TS (Foto von links) – zur Verfügung.
1993
Der Feuerwehr gehören 69 Aktive an. Kommandant Günter Anderl berichtet von insgesamt neun Einsätzen, darunter ein Wald- und zwei Wohnungsbrände.
Das Ortswappen ersetzt an den Uniformen das bayerische Rautenwappen
1994
Eine Satzungsänderung begrenzt die Amtsdauer der Vereinsvorstandschaft auf drei Jahre; wegen des bevorstehenden Kreisfeuerwehrtages wird jedoch die laufende Periode um ein Jahr verlängert.
Die FF Leutenbach übernimmt die Patenschaft für die geplante Fahnenweihe 1995.
1995
Die FF Kirchehrenbach richtet den Kreisfeuerwehrtag aus und begeht gleichzeitig das Fest der Fahnenweihe. Feuerwehrkameraden aus der Partnergemeinde Hassel/Weser besuchen die fränkischen Freunde vom 9.-12. Juni.

Pfarrer Richard Schmitt weiht die neue Fahne Uwe Hübschmann, Michael Gebhardt, Marko Dötzer und Stefan Gebhardt (v.l.)
26 Jugendgruppen kämpfen in sechs Disziplinen um die Punkte. Den ersten Platz belegt die Jugendgruppe der FF Sollenberg (Stadt Gräfenberg). Eine Aufgabe der Jugendolympiade: während einer kurzen Schlauchbootfahrt auf der Wiesent muss die Kübelspritze gefüllt werden und aus dem Schlauchboot auf ein „Feuer-Häuschen“ gezielt werden. Im Bild oben rechts die Kirchehrenbacher Jugendgruppe.
Ein Festkommers mit Ehrungen und einem geschichtlichen Abriss durch Georg Knörlein geht den Veranstaltungen voraus. Den Festgottesdienst mit Fahnenweihe am Sonntag, 11. Juni, umrahmt der Gesangsverein Cäcilia Kirchehrenbach in festlichen Chören.
Auf großes Interesse stößt auch die große Fahrzeug- und Geräteschau in der Bahnhofstraße und der verregnete Festzug.
Neben der normalen Leistungsprüfung Löscheinsatz wird im November zum ersten Mal die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ mit Erfolg abgelegt.
1996
Den Abzug des ZB-Löschgruppenfahrzeuges (LF) 16 TS, der schlechte Zustand des 27 Jahre alten Löschgruppenfahrzeuges (LF) 8 sowie der Wegfall der Feuerschutzabgabe bezeichnet Bürgermeister Hofmann in der Jahreshauptversammlung als negativ für die Feuerwehr und die Gemeinde.
1. Kommandant Günter Anderl berichtet in dieser Versammlung von 106 Ausbildungsveranstaltungen, elf Lehrgängen und 31 Einsätzen im Vorjahr. Sieben Angehörige der Feuerwehr werden wegen Inaktivität aus dem Feuerwehrdienst ausgeschlossen.
Der Feuerwehrverein ist erstmals beim Walberlafest auf der Ehrenbürg erfolgreich mit einem Ausschank und Zelt vertreten.
Am 5. Juli wird eine Einsatzübung am „Forchheimer Weg“ (Radweg Kirchehrenbach – Reuth) abgehalten. Um ca. 22:45 Uhr wurden per Sirene und Piepser die Aktiven zu dem vorher nicht bekannten „schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzen und eingeklemmten Personen“ alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit rücken die beiden Löschgruppenfahrzeuge LF 16/12 und LF 8 vollbesetzt zur Einsatzstelle aus.
Vor Ort stellte sich folgende Situation: ein Pkw (völlig deformiert) mit eingeklemmten Fahrer, ein Pkw liegt brennend im Straßengraben, ein Feuer in der Umgebung des brennenden PKW beginnt sich langsam auszubreiten, eine verletzte Person irrt hilflos umher und der Fahrer des brennenden PKW ist nicht auffindbar.
Beteiligt war auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) aus Gräfenberg mit einem Kranken- und einem Rettungswagen.

Harald Pirmer beim entfernen der Frontscheibe. Johann Kirchner mit dem Spreizer im Einsatz.
1997
Ein Mehrzweckfahrzeug (Typ Volkswagen VW T4) wird vom Feuerwehrverein angeschafft. In 150 Arbeitsstunden wird es von der Feuerwehr komplett neu ausgebaut und ausgerüstet.
Der Feuerwehrverein schafft für das Büro im Feuerwehrhaus einen Computer an.
In der Dienstversammlung berichtet der neue Kommandant Dietmar Willert von 22 Einsätzen. 113 Ausbildungsveranstaltungen mit zusammen 1.200 Übungsstunden wurden geleistet. Von über 50 Übungen und Zusammenkünften berichtet der neue Jugendwart Günter Anderl.
In 228 Arbeitsstunden werden die neuen (elektrischen) Tore am Feuerwehrhaus eingebaut und die Halle neu gestrichen.
Kommandant Willert beginnt mit der Einführung neuer Schutzanzüge, der so genannten Bayern 2000..
1998
Als Ersatz für das fast 30 Jahre alte LF 8 wird im November ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 an die Wehr ausgeliefert. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: zwei Wochen nach der Abholung des Fahrzeugs musste ein Dachstuhlbrand in die Kirchehrenbacher Hauptstraße bekämpft werden.
1999
Beim Grillfest im Juni wird das neue Löschfahrzeug eingeweiht, ein Festgottesdienst findet statt.
Matthias Roppelt, Christian Gebhardt, Jürgen Winkler und Marko Dötzer sind die ersten Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Kirchehrenbach, die das neue Brandhaus an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg zu einem 2-Tages-Lehrgang besuchen. Hier werden verschiedene Zimmer- und Wohnungsbrände real simuliert, die Lehrgangsteilnehmer üben Personenrettung und Brandbekämpfung bei ca. 800 Grad Celsius.
2000
Beim diesjährigen Rosenmontagsball am 26. Februar heizte das „russische Staatsballett aus den Trainings-hallen von Bofrost“ den Gästen kräftig ein. Vier Jugendfeuerwehrler lassen die legendären Beatles wieder aufleben.
Hassel-Besuch (Niedersachsen) durch die Vorstandschaft und Ausflug nach Bernlohe zur befreundeten Feuerwehr (Landkreis Roth).
In Kirchehrenbach leisten 61 Bürgerinnen und Bürger aktiven Feuerwehrdienst. Bei 31 Einsätzen wurden insgesamt 632 Stunden geleistet.
2001
Erste Vorbereitungen für das 125-jährige Jubiläum 2003.
An der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ nehmen 11 Männer der Feuerwehr teil.
Die erste Internetseite der Feuerwehr geht online.
Das BRK Erlangen veranstaltet zusammen mit der Feuerwehr Kirchehrenbach am 6. Oktober eine Einsatzübung im Ahornweg. Dabei steht besonders die Versorgung von so genannten Polytrauma*-Verletzten im Vordergrund. * Polytrauma = mehrere gleichzeitig geschehene Verletzungen, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist.

2002
Ein Festausschuss für das bevorstehende 125-jährige Gründungsfest wird unter 1. Vorsitzenden Stefan Gebhardt gegründet.
Der Festausschuss zum 125. Geburtstag, links vorne Vorsitzender
Stefan Gebhardt, rechts daneben Kommandant Dietmar Willert.
Am 13. Oktober wird erstmals seit Jahren wieder ein „Tag der offenen Tür“ – mit nur mäßiger Beteiligung aus der Bevölkerung – veranstaltet. Bei der Vorführung „Rettung einer eingeklemmter Person“ versucht sich auch 3. Bürgermeister Reiner Huppmann mit dem hydraulischen Spreizer (unten links).

Eine Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ findet am 2. November statt. Unter den 20 angetretenen Feuerwehrdienstleistenden befinden sich zum ersten Mal bei dieser Prüfung auch zwei Frauen – Sandra Postler und Marion Gebhardt (oben rechts).
2003
Am 1. Februar findet die General- und Dienstversammlung statt. Bei der Kommandanten-Neuwahl erhalten Dietmar Willert und Bernd Gebhard für weitere sechs Jahre das volle Vertrauen der Aktiven ausgesprochen.
KBI Georg Müller (links) gratulierte den beiden wiedergewählten Kommandanten
Dietmar Willert (Mitte) und Bernd Gebhard (Stellvertreter).
Während der letzten Vorbereitungen für das 125-jährige Jubiläum wird die Feuerwehr zu insgesamt 13 Einsätzen (1. Januar bis 8. Mai) gerufen, darunter zwei schwere Verkehrsunfälle und ein brennender Bauwagen.
Das 125-jährige Gründungsfest feiert die Feuerwehr Kirchehrenbach vom 8. bis 12. Mai auf dem Festplatz an der Wiesentmühle. Der Heimatkünstler Erich Müller wird damit beauftragt ein Erinnerungsbild zu gestalten. Neben der Showband „Die Fürsten“ treten auch „Justice“ und die „Wild´n Hund“ auf.
Ehrungen für langjährige Feuerwehr-Dienstzeit, links Kommandant Dietmar Willert, rechts sein Stellvertreter Bernd Gebhard.
Von links: Michael Gebhardt und Jürgen Winkler (10 Jahre aktiv), Norbert Gebhardt, Christian Gebhardt und Jürgen Sitzmann
(20 Jahre aktiv), Günter Anderl (30 Jahre aktiv), Helmut Hübschmann (20 Jahre aktiv), Johann Kirchner, Johann Gebhardt,
Georg Müller und Werner Trautner (30 Jahre aktiv).

Ehrung von Vereinsmitgliedern: Werner Roppelt (25 Jahre), Hans Die Feuerwehr Kirchehrenbach beim 125-jährigen Gründungsfest
Hofmann, Willi Hübschmann, Josef Knörlein (50 Jahre), Heinrich
Hofmann Canisius Gebhardt, Hugo Lochner und Martin
Schnitzerlein (60 Jahre).
2004
15 Jahre erfolgreich als 1. Vorsitzender im Amt – das ist ein Auszeichnung wert. Kreisbrandinspektor (KBI) Georg Müller verleiht Stefan Gebhardt die Feuerwehr-Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. 2. Vorsitzender Hubert Batz und Rita Gebhardt lassen die Amtszeit von Gebhardt Revue passieren.

Zahlreiche Anschaffungen für die Verbesserung des Brandschutzes konnten getätigt werden, größte Maßnahme war sicherlich der Kauf eines Mehrzweckfahrzeuges. Aber auch die Partner- und Patenschaften des Feuerwehrvereins lagen und liegen Gebhardt sehr am Herzen.
Der Jugendwart Günter Anderl erklärt seinen Rücktritt. Nachfolgerin wird Marion Gebhardt, sie erhält für drei Monate Unterstützung von Christian Lochner – im Oktober wird Sebastian Müller zum neuen 2. Jugendwart bestellt.
Die neue Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 1/2 (Grundtätigkeiten / Technische Hilfeleistung und Rettung) enthält in den Kapiteln 14 „Sichern in absturzgefährdeten Bereichen“ sowie 15 „Retten und Selbstretten“ wichtige Grundlagen zur Durchführung dieser Tätigkeiten im allgemeinen Feuerwehrdienst (Höhensicherung).
Die Feuerwehr Kirchehrenbach reagierte auf diese Neuerung mit der Anschaffung von zwei Gerätesätzen zur Absturzsicherung.
Bei der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung am 3. September nehmen 20 Feuerwehrmänner und –frauen teil. Die Schiedsrichter loben die gute Vorbereitung und hoffen weiterhin auf großes Engagement der Männer und Frauen.
Die Feuerwehr Kirchehrenbach entschließt sich, im September eine Kindergruppe ins Leben zu rufen. Aufgrund der Vereinsdichte in der Gemeinde wurde es zunehmend schwieriger, Jugendliche für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen (Jugendfeuerwehr erst ab 12 Jahren möglich). Die Kirchehrenbacher Feuerwehr wagt den Schritt, in dieser Gruppe Kinder bereits ab 8 Jahren aufzunehmen.
Mit der Betreuung der Kindergruppe wird Sebastian Müller beauftragt. Tanja Müller entwirft ein Logo, dass zum Erkennungszeichen der Kindergruppe wird.
Sandra Postler ist die erste Frau in der Geschichte der Feuerwehr Kirchehrenbach, die den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger mit Erfolg absolviert (Oktober).
2005
Kommandant Dietmar Willert berichtet in der Dienstversammlung von 1.700 Stunden, die für Ausbildung und bei Einsätzen ehrenamtlich im vergangenen Jahr geleistet wurden.
Die im Vorjahr gegründete Kindergruppe erhält am 2. April vom Feuerwehrverein Jugendschutzanzüge und T-Shirts mit dem eigenen Logo. Ebenfalls in Dienst gestellt wird ein so genannter Notrufkoffer – im Zuge der Brandschutzerziehung kann realitätsnah das absetzen eines Notrufes mit Telefonen geübt werden.

Mit neuen T-Shirts, Schutzanzügen und dem Notrufkoffer: die Kindergruppe, rechts die ersten Jugendflamme-Träger.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Feuerwehr Kirchehrenbach wird das vor kurzem auf Bundesebene eingeführte Abzeichen Jugendflamme in der Stufe 1 abgenommen. 14 Kinder und Jugendliche stellen sich erfolgreich den Aufgaben.
Ein Tag der offenen Tür lockt am 3. Juli viele Gäste an: Neben einem Kinderprogramm wird ein historischer Löscheinsatz und die Rettung einer unter einem Fahrzeug eingeklemmten Person demonstriert.

"Löscheinsatz von gestern" beim Tag der offenen Tür, rechts die Jugendfeuerwehr beim Löschangriff während des 24-Stunden-Dienstes.
Ein weiteres Highlight findet am 13./14. August statt – der erste Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe. Die Jugendlichen spielen 24 Stunden lang den Tag einer Berufsfeuerwehr nach und werden durch (gestellte) Einsätze gefordert. Die Veranstaltung begeistert sowohl die Jugendlichen als auch die beteiligten Helferinnen und Helfer der Feuerwehr.
Das 150-jährige Gründungsfest der Partnerfeuerwehr Hassel/Weser ist Anlass eines zweitägigen Besuchs in der niedersächsischen Gemeinde.
Geschenk für die niedersächsischen Freunde (links), Aktive, Jugendliche und Kinder lassen sich 2005 so fotografieren.
Beim Festakt überreicht Günter Anderl im Namen der Feuerwehr ein Gruppenbild der Kirchehrenbacher Wehr im Großformat an Hassels Ortsbrandmeister Ralf Straßburg (mit Marion und Rita Gebhardt).
Erfolgreich wird am 28. Oktober eine Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ durchgeführt.
Von links: 2. Bürgermeister Alfons Galster, Kreisbrandmeister (KBM) Ernst Messingschlager, Sebastian Müller, Johannes Kraus,
Patrick Hühnlein, Sandra Postler, Michael Speyerer, Stefanie Postler, Florian Anderl, Marion Gebhardt, Markus Willert, Matthias Roppelt, Marko Dötzer, Dietmar Willert, Kreisbrandinspektor Georg Müller, KBM Martin Arneth und 3. Bürgermeister Reiner Huppmann.
Langfristige und vorausschauende Planung hat sich für die Feuerwehr Kirchehrenbach ausgezahlt. Bereits vor Jahren besuchten die Feuerwehrmänner Johann Gebhardt und Günter Anderl den Lehrgang „Ausbilder für Truppmann / Truppführer“ an die Feuerwehrschule Regensburg.
Kommandant Dietmar Willert führte mit Unterstützung von Kreisbrandinspektor Georg Müller und den beiden Ausbildern einen Truppführer-Lehrgang am Standort durch. Dies wurde im Landkreis Forchheim vorher noch nie getan.

Von links: KBI Müller, Sebastian Müller, Kommandant Willert, Sandra Postler, Michael Speyerer, Marion Gebhardt,
Stefan Gebhardt (1. Vorsitzender), Claudia Heide, Patrick Hühnlein, Ausbilder Johann Gebhardt und KBR Polster.
Nach bekannt werden hagelte es sofort teils harsche Kritik aus den Reihen der Landkreis-Führung, es wurde auch versucht, der Feuerwehr Kirchehrenbach die Durchführung dieser Ausbildung zu untersagen.
Die Ausbilder handelten jedoch nach Feuerwehr-Dienstvorschrift und Ausbilderleitfäden. Nach 10-monatiger Ausbildung konnten im Dezember Johann Gebhardt und KBI Georg Müller die Prüfung abnehmen. Als Beobachter war auch KBR Reinhardt Polster anwesend.
In der Dezember-Vorstandschaftssitzung wird beschlossen, sich für den (verwaisten) Kreisfeuerwehrtag 2007 zu bewerben – die vorgesehene Feuerwehr nahm ihre Bewerbung zurück. Kommandant Dietmar Willert erhält bereits einige Tage später die Zusage des Landratsamtes für die Durchführung.
2006
Erstmals werden die Ehrungen für langjährigen Feuerwehrdienst nicht mehr bei der Dienstversammlung, sondern beim Neujahrsempfang der Gemeinde Kirchehrenbach durchgeführt. Am 8. Januar kann Landrat Reinhardt Glauber den Feuerwehrmännern Hubert Batz, Bernd Gebhardt und Stefan Gebhardt das silberne Ehrenkreuz mit Urkunde des Bayerischen Innenministers für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst überreichen.
von links: 2. Kommandant Bernd Gebhard, Kreisbrandinspektor Georg Müller, die Jubilare Stefan Gebhardt,
Hubert Batz und Bernd Gebhardt, Kommandant Dietmar Willert und Bürgermeister Waldemar Hofmann.
In der Jahreshauptversammlung des Vereins wird ein Festausschuss für den bevorstehenden Kreisfeuerwehrtag 2007 gegründet. Die Vorbereitungen für das Fest laufen an. Bei der Berichterstattung über die Dienstversammlung ist in den Nordbayerischen Nachrichten am 28. Januar zu lesen: Modernisierung des Gerätehauses bleibt Thema – Kommandant Dietmar Willert ließ bei der Dienstversammlung der Feuerwehr Kritik am Bürgermeister nicht aus.
„Was in Langensendelbach und Eggolsheim möglich war, kann auch in Kirchehrenbach mit Eigenleistung verwirklicht werden“, spielte er auf einen Neubau an, „auch wenn das den Gemeindeverantwortlichen die Schweißperlen auf die Stirn treibt.“ Nur noch Neubauten würden bezuschusst und „eine Modernisierung des Feuerwehrhauses ist unumgänglich“, fügte Willert hinzu.
Nach dem Austritt von Gruppenführer Werner Trautner aus dem aktiven Feuerwehrdienst, übernimmt Marko Dötzer die Aufgabe als Leiter des Atemschutzes. Trautner war seit mehr als 20 Jahren für die Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger in der Feuerwehr Kirchehrenbach zuständig.
Die Gemeinde Kirchehrenbach zeichnet am 3. März für ihren 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst Hubert Batz, Bernd Gebhardt und Stefan Gebhardt mit der kommunalen Verdienstmedaille aus. Ebenso den langjährigen Atemschutz-Ausbilder Werner Trautner. Dazu gehört auch der Eintrag in das Goldene Buch der Kommune.
Der Präventionsbeauftragte der Polizeidirektion Bamberg, Jürgen Groß, besucht im März die Jugendfeuerwehr und informiert in einem interessanten Vortrag über Drogen und ihre Gefährlichkeit.
Völlig überraschend für die Feuerwehren im Landkreis Forchheim wird im April der langjährige Kreisbrandinspektor (KBI) Georg Müller aus seinem Amt entlassen. Georg Müller war seit 34 Jahren in der Feuerwehr aktiv. Zum KBI wurde er 1991 bestellt, zuvor war er als 1. Kommandant in Kirchehrenbach (1977 bis 1988) und Kreisbrandmeister (1984 bis 1991) tätig. Kreisbrandrat Polster, der die Absetzung Müllers zu verantworten hat, begründete dies mit einer „nicht mehr sinnvollen und konstruktiven Zusammenarbeit.“

Georg Müller konnte diese Vorwürfe nicht nachvollziehen. Diese „Aktion“ hinterlässt einen faden Beigeschmack. In einem Brief dankte Müller seinen Kommandanten für die offene und konstruktive Zusammenarbeit während der letzten 15 Jahren mit ihm als Kreisbrandinspektor.
Die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr Kirchehrenbach befindet sich auf einem neuen Höhepunkt. Insgesamt 30 Kinder und Jugendliche sind aktiv.
Ein Teil des Feuerwehr-Nachwuchses, 30 Jugendliche und Kinder zählt die Wehr.
Die Jugend umfasst 18 Anwärter, darunter vier Mädchen. In der Kindergruppe sind es acht Jungs und auch vier Mädchen.
Erstmals legen sieben Männer der Feuerwehr die höchste Stufe (Rot-Gold) der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung am 28. April mit Erfolg ab. Es beteiligen sich weitere 12 Männer und Frauen der Wehr in den unterschiedlichen Stufen.
Alfred Gebhard, Günter Anderl, Johann Gebhardt, Kommandant Dietmar Willert,
Harald Pirmer, Johann Kirchner und Herbert Gebhardt (von links).
Nach einigen Jahren Pause besucht die Jugendfeuerwehr Kirchehrenbach wieder das Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager des Landkreises Roth in der Kreisstadt Roth.
Beim „Spiel ohne Grenzen“ erreichen die Kirchehrenbacher den 3. Platz der acht Gastmannschaften und den 33. der insgesamt 48 angetretenen Jugendgruppen.
Heiko Och, Lisa Pirmer und Tobias Roppelt bei der Schlauchhaspel-Rallye (von links).
Die Aktionswoche der bayerischen Feuerwehren im September steht unter dem Motto: „Im Katastrophenschutz die Nummer 1 – Ihre Feuerwehr“. Auf Initiative der Feuerwehr berichten die beiden Kirchehrenbacher Hilfs-Organisationen (Gemeinsam stark im Katastrophenschutz – Feuerwehr + THW) gemeinsam in den Tageszeitungen über ihre Arbeit.
Sie stehen für die Sicherheit in der Walberla-Gemeinde – Freiwillige Feuerwehr und Technisches HIlfswerk.
Im Fränkischen Tag vom 25. November ist zu lesen: Die Gemeinde hat kein Geld für ein Gerätehaus Feuerwehrproblem: Kirchehrenbach hat nicht die notwendigen Mittel für ein neues Domizil der Floriansjünger.
Vor weiteren Planungsschritten wird jetzt ein Ingenieurbüro beauftragt, Statikberechnungen für eine Erweiterung der Tore anzustellen.
Die Vorbereitungen für den bevorstehenden Kreisfeuerwehrtag 2007 in Kirchehrenbach laufen – bereits im Herbst steht das Programm fest. Das Logo entwirft Tanja Müller aus Kirchehrenbach. Der Festausschuss unter Leitung von Hubert Batz geht langsam in die heiße Phase der Vorbereitung über.
Das Logo für den Kreisfeuerwehrtag 2007 Und der Festausschuss zum Kreisfeuerwehrtag.
In der Feuerwehr Kirchehrenbach machte man sich grundlegende Gedanken, wie man die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zentral und qualitativer steuern kann. Durch verschiedene Gespräche und Ideen wurde der Entschluss gefasst, zum 1. Januar 2007 offiziell ein Presseteam einzurichten.
Die Leitung des Presseteams liegt in den Händen von Sebastian Müller. Er wird durch die Mitarbeit von Günter Anderl und Stefanie Postler unterstützt, seit 2008 auch von Alexander Sponsel.
Die Chronik wird demnächst fortgesetzt ...





