Samstag, 7. Februar 2026 

Dienstversammlung: Gemeinde und Feuerwehr blicken zurück auf 2025

 

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Geehrt, befördert oder vereidigt (v.l.): Sebastian Gebhard, Stefan Schmitt, Marcel Gebhard, Christian Pieger, Rolf Bergmann, Max Dietz, Felix Hack, Tim Trauner, Max Pieger, Michael Götz sowie stellv. Kommandant Johannes Götz, Bürgermeisterin Anja Gebhardt und Kommandant Sebastian Müller. Fotos: Feuerwehr

 

Kirchehrenbach     „Es war mir eine Ehre, 18 Jahre lang Chefin dieser Truppe zu sein…“, Bürgermeisterin Anja Gebhardt leitete am Samstagabend zum letzten Mal die Dienstversammlung der gemeindlichen Feuerwehr. Neben einem umfassenden Rückblick von Kommandant Sebastian Müller – die Einsatzkräfte leisteten fast 7.500 Stunden Ehrenamt – und den Verantwortlichen des Nachwuchses gab es Beförderungen sowie Ehrungen für langjährige Dienstzeit.

Wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr für die Sicherheit in einer Gemeinde ist, hat das letzte Jahr leider mehrfach bewiesen. „Das hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ihr und eure Arbeit seid. Dieses Engagement lässt sich mit nichts aufwiegen!“ sagte die Gemeindechefin. In ihrer letzten Dienstversammlung ging sie auch auf Höhepunkte ein, die sie zusammen mit der Feuerwehrführung verantworten durfte: Natürlich der Neubau des Feuerwehrhauses (2009 bis 2011), der Kauf von zwei Einsatzfahrzeugen (2016 und 2017) sowie neuer Schutzkleidung (2024) und viele viele andere Punkte mehr. Die Bürgermeisterin dankte dem Kommandanten für den intensiven Austausch und wünschte sich für ihren Nachfolger und den neuen Gemeinderat eine ebenso zielführende Zusammenarbeit mit der gemeindlichen Einrichtung.

Vor den knapp 50 Einsatzkräften und Jugendlichen erinnerte Kommandant Sebastian Müller in seinem Bericht an die vermutlich schwierigste Zeit im vergangenen Jahr: Den überraschenden Tod des stellvertretenden Kommandanten Bernd Gebhard Ende Juli. Bei seinem Blick auf 2025 rückte der Feuerwehrchef außerdem die Waldbrände in Thüringen sowie im Kreis Erlangen-Höchstadt in den Fokus. „Wer jetzt aufgrund der Veränderungen der letzten Jahre das Thema Vegetationsbrandbekämpfung noch belächelt, verkennt Tatsachen und ist nicht bereit, auf Veränderungen einzugehen“, sagte der Kommandant. „Nach wie vor verstehe ich nicht, wieso sich im Landkreis nicht auf solche Schadensereignisse vorbereitet wird“.

97 Feuerwehrleute zwischen 6 und 64 Jahren

Insgesamt engagierten sich zum 31. Dezember 97 Menschen zwischen 6 und 64 Jahren. Zu den 56 Einsatzkräften, darunter 33 Atemschutzgeräteträger, kommen elf Jugendliche und 30 Kinder.

Auf dem Dienstplan standen 55 Termine, bei denen insgesamt 1.634 Stunden geleistet wurden. Zusätzlich bildeten sich zahlreiche Ehrenamtliche bei Lehrgängen und Seminaren fort (überörtlich: 540 Stunden, 18 Themen). Dazu zählen unter anderem Atemschutzgeräteträger-Lehrgang, Truppführer-Weiterqualifizierung, Ausbilder-Lehrgang und eine Fortbildung zur Führung im Vegetationsbrandeinsatz.

28 Einsätze, vier Menschen gerettet

Zwar gab es 2025 etwas weniger Einsätze als 2024, aber sie waren intensiver: 602 Stunden waren die Ehrenamtlichen gefordert. Bei vier Bränden mussten Atemschutzgeräte eingesetzt werden, bei zwei Verkehrsunfällen kam die Rettungsschere zum Einsatz. Insgesamt vier Menschen wurden gerettet. Beeindruckendste Notfälle waren der Brand einer Backstube in Kirchehrenbach sowie die Unterstützung beim Großbrand der Firma Fritsche in Forchheim. Vier Mal war ein Ausrücken für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises mit dem Gerätewagen nötig.

Viele Veranstaltungen, viele Termine

Die Absicherung des Faschingsumzugs, die erstmals durchgeführte Leistungsprüfung „Kritischer Wohnungsbrand“, Übungen mit Nachbarfeuerwehren, das neue Projekt „Katastrophen-Checker-Pass“ für Kinder nannte Müller beispielhaft für die umfassende Arbeit der Brandschützer.

Alles in allem summiert sich das Pensum der Einsatzkräfte auf 7.399 Stunden. „Liebe Bürgermeisterin, liebe stellvertretende Bürgermeister, ich bitte, nein ich erwarte, dass die Daten und Fakten von heute auch den nicht anwesenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zugehen. Sie sind verantwortlicher Position, wenn es um Entscheidungen für die Gefahrenabwehr in der Gemeinde geht. Und dafür braucht es meines Erachtens auch das entsprechende Hintergrundwissen“ sagte Kommandant Müller.

41 Kinder und Jugendliche

Bei den FeuerwehrWichteln, den Sechs- bis Elfjährigen, standen der Faschingsumzug, Wasserspiele, Experimente und Spiele im Vordergrund. Leiterin Maria Götz zählte die Aktivitäten der Gruppe auf und dankte den unterstützenden Betreuerinnen und Betreuern.

Jugendwart Daniel Müller informierte über die Leistungen der 12- bis 17-Jährigen. Details können der Berichterstattung zur Jugend-Jahreshauptversammlung vom November entnommen werden.

Beförderungen und runde Dienstzeiten

Nach dem Erreichen des 18. Lebensjahrs haben Bürgermeisterin, Kommandant und Stellvertreter Johannes Götz Max Pieger und Tim Trauner offiziell in den Feuerwehrdienst vereidigt. Außerdem gab es für Sebastian Gebhard, Max Dietz, Marcel Gebhard und Felix Hack je eine Beförderung zum Oberfeuerwehrmann. Aus dem letzten Jahr wurde die Beförderung von Christian Pieger zum Hauptfeuerwehrmann nachgeholt. Die Gruppenführer Michael Götz und Johannes Götz sind jetzt Löschmeister.

Für runde Dienstzeiten gab es Urkunde, Dienstaltersabzeichen und ein kleines Präsent für Sebastian Gebhard (zehn Jahre), Stefan Schmitt (20 Jahre) sowie Rolf Bergmann und Sebastian Müller (25 Jahre).  

In einem kurzen Grußwort übermittelte der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks, Thomas Albert, die besten Grüße. Kreisbrandinspektor Dietmar Willert lobte die vielen Aktivitäten und die Leistungen des vergangenen Jahres.

 

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Bürgermeisterin Anja Gebhardt bei ihrer Eröffnung (links), Kommandant Sebastian Müller bei seinem Jahresbericht. 

 

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Maria Götz berichtete über die Aktivitäten der Kinderfeuerwehr.

 

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Was bei der Jugendfeuerwehr los war: Jugendwart Daniel Müller zählte Termine und Prüfungen auf. 

 

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Vereidigung: Max Pieger und Tim Trauner (links) wurden offiziell zu den Einsatzkräften aufgenommen.

 

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Über 40 Einsatzkräfte wohnten der Dienstversammlung bei, hier THW-Chef Thomas Albert bei seinem Grußwort.